BARF... da scheiden sich die Geister 😉

Wir Hundehalter befassen uns immer mehr mit der richtigen Ernährung unserer Lieblinge. Es wird das Beste und auch das Teuerste gefüttert, weil wir nichts anderes wollen, als unsere Hunde richtig zu ernähren, um sie damit gesund und munter zu erhalten bis ins hohe Alter. Doch Verunsicherung herrscht, denn gesundheitliche Probleme, wie Allergien, Diabetes und Skeletterkrankungen nehmen zu. Viel zu viele verschiedene Meinungen über die richtige Ernährung von Hunden werden in Büchern, von Tierärzten, von Züchtern und von Mund zu Mund vertreten. Angst wird verbreitet durch die Unterstellung, Mangelerscheinungen bei einer selbst zusammengestellten Ernährung mit Fleisch, Gemüse, etc. auszulösen.

 

Kompliziert und zeitaufwendig wäre es obendrein! Und wenn das nicht hilft heißt es: Rohes Fleisch macht blutrünstig! Lassen wir diesen „Kindergarten-Krieg“ bei Seite, denn manche Kommentare, die man lesen muss, wie z.B. „Rohes Fleisch gehört nicht in den Napf eines Hundes, weil es lebensbedrohliche Mikroorganismen enthält“, sind mehr als peinlich!

Der Hund ist ein Fleischfresser: Semi-Karnivore

Wir brauchen alle nicht erst zu studieren, um zu lernen, dass der Hund ein Fleischfresser ist und vom Wolf abstammt und ohne rohes Fleisch nicht gesund und glücklich leben kann. Auch wenn sein Äußeres dem Wolf nicht mehr sehr ähnelt, doch ist sein Inneres seinem Urvater treu geblieben. Betrachten wir uns nur mal das Gebiss unseres Hundes, da sehen wir ein reines Fleischfresser-Gebiss. Dort sind keine Mahlzähne, die z.B. Pferde zum Zermahlen von Getreide und Gräsern haben.

  • Jagt im Rudel und schlingt beim Fressen
  • 1-2 Mahlzeiten täglich
  • Kann über einen längeren Zeitraum fasten
  • trinkt auch größere Mengen Wasser
  • Kann einige Nährstoffe selbst umwandeln oder bilden

Als Begleiter des Menschen erhielt der Hund bis in die 60er des 20. Jahrhunderts menschliche Ernährung und das ohne Probleme. Der Hund wurde durchweg mit Schlachtabfällen, Knochen, Fischen, Milchprodukten, Brot und anderen Getreideprodukten sowie Essensresten ernährt. Jagdhunde kamen an Innereien von Wild und die Haus- und Hofhunde erwilderten sich schon mal eine Beute und „mopsten“ sich ein Ei aus dem Hühnerstall. Fertigfutter gab es auf dem Markt nur in minimaler Form. Die Ernährungsweise wurde mündlich von Generation zu Generation überliefert.

Fertigfutter einmal etwas kritischer betrachtet

Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich stark die Industrie für Tiernahrung, so dass derzeit 80-85 % der gesamten Hundepopulation in den westlichen Ländern ganz oder teilweise mit Fertigfutter ernährt werden.
Während die Hunde und ihre Vorfahren über Millionen von Jahren mit einer robusten Gesundheit bis in die 60er des 20. Jahrhundert gelebt und sich fortgepflanzt haben, nahm in den letzten 40 Jahren die Morbidität (Krankheitswahrscheinlichkeit) bis auf ebenfalls 80-85% dramatisch zu, wie z. B. Skeletterkrankungen, Allergien und auch die Lebenserwartung ging zurück.
Selbstverständlich wurde für den Schadensfall Vorsorge von der Industrie getroffen: In fast allen Praxen stehen Allergie- und andere Diäten zur Behandlung der verschiedenen Erkrankungen des Hundes infolge seiner Fehlernährung bereit…?

Der größte Fehler dieser Fehlernährung ist aber, dass die Hunde in den meisten Fällen Tag für Tag und Jahr für Jahr mit dem gleichen Produkt ernährt werden. Auch wenn nach langem Suchen das beste zusammengesetzte Fertigfutter gefunden wurde, kann dies nicht gesund für den Hund sein, da Fertigfutter erhitzt werden muss. Vor allem der Fleischanteil darin muss laut Gesetz auf 100 Grad erhitzt worden sein. Zugeführte chemisch hergestellte Vitamine können keine natürlichen Vitamine ersetzen, da den chemischen die wichtigste Eigenschaft fehlt:
Leben.

Würden wir Tag für Tag, Jahr für Jahr immer den gleichen Eintopf essen, obwohl wir nicht wirklich wissen was drin ist? Würden wir auf einen frischen Salat ein Leben lang verzichten können? Eher nicht! Das aber muten wir unseren Hausgenossen zu!

Eine besondere Bedeutung kommt der Fehlernährung auch im Hinblick auf die zunehmende Aggressivität der Hunde in den westlichen Ländern zu. Verhaltensstörungen (wie auch Überdrehtheit mit schlechter Konzentration) sind nämlich auch ernährungsbedingt. Chemische Stoffe können sich tatsächlich im Gehirn ablagern und wirken toxisch.

Jedes Problem hat seinen Ursprung, wo es an der Wurzel gepackt werden muss und das ist in diesem Falle die Ernährung unseres Hundes!

„In unserer Familie hat es immer große Hunde gegeben, die in der Nachkriegszeit mit
Hausmannskost ernährt worden sind, ohne Probleme, die traten erst auf, als wir es richtig machen wollten mit Fertigfutter.“
Zitat Tierarzt Dr. Helmar Lankenfeld 1996 aus dem Buch „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin“ von Klaus Dieter Kammerer

Und was ist mit Katzen?

Die Katze ist ein reiner Fleischfresser, anders als der Hund, der auch z.B. einen Teil vom Mageninhalt der Pflanzenfressern mit frisst. Der Hund kann Verdauungstechnisch gesehen auch gewisse Mengen an Kohlenhydraten verstoffwechseln. Für die Katze sind Kohlenhydrate überhaupt gar nichts! Deswegen ist auch die Fütterung von Trockenfutter nicht optimal für sie. Meist enthalten diese große Mengen an Getreide, zu wenig Fett und der fehlende Feuchtigkeitsgehalt kann zu Nierenproblemen führen. Feuchtigkeit nimmt die Katze zum größten Teil über ihre Ernährung auf. Trinken tut sie generell nur sehr wenig.

  • Fleischfresser - reiner Karnivore
  • Einzeljäger - Schleichjäger
  • Verzehrt die Beute langsam
  • mehrere kleine Mahlzeiten täglich
  • sollte nicht länger als 12 Std. fasten
  • deckt den Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung ab
  • ist auf die Zufuhr einiger Nährstoffe angewiesen

Die Katze ist ein reiner Fleischfresser

Die Katze nimmt Ballaststoffe, die der Anregung der Darmtätigkeit dienen, beispielweise über das Fell einer Maus auf. Ihre Nahrung besteht zu 95% aus Eiweiß und sie nimmt ihren Wasserbedarf über ihre Nahrung, das Beutetier, auf.
Weil die Katze vieles nicht verstoffwechseln kann, muss bei der Rohfütterung darauf geachtet werden, dass das Katzenfutter alle Nährstoffe erhält. Desweiteren ist es bei der Katze ganz wichtig, anders als beim Hund, dass sie Aminosäuren wie Taurin, Methionin und Arginin über die Nahrung bekommt, denn sie kann sie nicht selber produzieren. Methionin und Arginin sind in Rindfleisch, Hühnchenfleisch, Lachs, sowie in Eiern und Milch enthalten. Taurin, welches die Maus ganz viel enthält, bekommt die Katze auch über das Herz. Herz ist das nächste Fleisch, was viel Taurin enthält. Neben Herz liefern auch Lunge, Zunge, Blut, Muskelfleisch und alternativ auch Grünlippmuschelpulver der Katze Taurin.
Damit die Katze alles erhält, was sie zum Leben benötigt, nimmt sie vor allem Fleisch, Innereien und Knochen zu sich. Einige wenige Ballaststoffe runden ihren Speiseplan ab.

Der Text enthält Zitate aus dem Buch „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin – Die Hüftgelenksdysplasie
infolge Fehlernährung als nicht erbliche Skeletterkrankung des Hundes“ von Herrn Klaus Dieter Kammerer (transanimal-editor.de – sehr zu empfehlen!)